Schadstoffuntersuchungen bei Um- oder Rückbau von Gebäuden - Ecosens hilft

In vielen Gebäuden wurden in der Vergangenheit gesundheitsgefährdende Stoffe wie Asbest (bis 1990), polychlorierte Biphenyle (PCB) (bis ca. 1976), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) (bis ca. 1990) oder Schwermetalle verbaut. Von der Mehrzahl dieser Gebäudeschadstoffe geht während der laufenden Nutzung keine unmittelbare Gefährdung aus. Dies ändert sich jedoch, wenn die Materialien bearbeitet oder rückgebaut werden. Bei einem unsachgemässen Abbruch oder Umbau besteht die unmittelbare Gefahr, dass grosse Mengen Asbestfasern oder andere Schadstoffe freigesetzt werden.

Per 1. Januar 2016 wurde vom Bund eine neue Abfallverordnung (Verordnung über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen, VVEA) in Kraft gesetzt. Diese verpflichtet den Bauherrn, beim Abbruch oder Umbau von Gebäuden mit Baujahr vor 1990 zusammen mit dem Baubewilligungsgesuch ein Schadstoffgutachten sowie ein Entsorgungskonzept für die anfallenden Bauabfälle einzureichen, wenn gesundheits-gefährdende Stoffe wie PCB, PAK, Blei oder Asbest zu erwarten sind. Für die Umsetzung der VVEA hat zudem der Kanton Zürich im Juni 2018 für baubewilligungspflichtige Um- oder Rückbauten das Instrument der Privaten Kontrolle eingeführt. Diese überprüft Schadstoffgutachten und Entsorgungskonzepte auf Vollständigkeit und Plausibilität und gibt diese frei.

Mit welcher Tiefe das vom Um- oder Rückbau betroffene Gebäude untersucht werden muss, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Generell unterscheiden wir zwischen einem Gebäudescreening, Gebäudecheck, Teil-Gebäudecheck und Detailabklärungen. Ein Vergleich der verschiedenen Untersuchungsarten hinsichtlich Ziel, Untersuchungs- und Beprobungstiefe sowie Vor- und Nachteilen ist in Tabelle 1 dargestellt.

Wie gut ein Gebäude untersucht werden kann, ist von der Nutzung des Gebäudes zum Zeitpunkt der Besichtigung abhängig. Im Leerzustand ist zumeist eine vollumfängliche Beprobung (Ausnahme: eingemauerte Steigzonen, Fassaden – hier ist der Einsatz eines Baumeisters nötig) möglich und das Ziel unserer Arbeit. Ist ein Gebäude jedoch unter laufender Nutzung, so sind häufig invasive Beprobungen von z.B. Bodenfliesen nicht möglich oder nicht gewünscht. Zudem können einige Bereiche und Bauteile nicht geöffnet und begutachtet werden, z.B. Brandschutzklappen, Lüftungen, abgehängte Decken, Doppelböden, Flachdächer. Diesbezüglich wird bis zu einer Untersuchung im Leerzustand immer ein Restrisiko für unentdeckte Schadstoffvorkommen bestehen bleiben.

Die Gesetzgebung, die Kenntnisse über neue Vorkommen, sowie die Richt- und Grenzwerte zu Gebäudeschadstoffen können sich ändern. Wir empfehlen Ihnen bereits bestehende Gutachten hinsichtlich ihrer Aktualität und Vollständigkeit überprüfen zu lassen, falls das Erstellungsdatum mehr als ein bis zwei Jahre vor den ersten baulichen Eingriffen im/am Objekt zurück liegt.

Ecosens verfügt über qualifizierte Fachleute, ausgewiesene Erfahrung und erprobte Instrumente für den Umgang mit Gebäudeschadstoffen. Wir beurteilen den Handlungsbedarf und unterstützen Sie bei der Planung und Durchführung von Sanierungen. Eine Schadstoffsanierung ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Es gilt sicherzustellen, dass weder die an der Sanierung beteiligten Personen noch unbeteiligte Dritte durch die Freisetzung gesundheitsgefährdender Stoffe gefährdet werden. Die Experten von Ecosens helfen Ihnen, die Herausforderung zu bewältigen und die mit Gebäudeschadstoffen verbundenen Fragestellungen zielgerichtet und schnell zu lösen.  

Ihr Ansprechpartner:

Denise Kull
Ressortleiterin Gebäudeschadstoffe

Katrin Tanneberger
Ressortleiterin Gebäudeschadstoffe

 

PDF: Gebäudescreening, Gebäudecheck, Teil-Gebäudecheck und Detailabklärungen