Coronavirus in Aerosolen nachgewiesen

Gute Raumluftqualität reduziert das Risiko von Sars-CoV-2-Infektionen

Bisher ging man davon aus, dass eine Übertragung des Corona-Erregers über die Luft vor allem durch Tröpfchen stattfindet. Nun haben US-Forscher nachgewiesen, dass von Corona-Infizierten ausgestossene Aerosole ebenfalls intakte Viruspartikel enthalten können. Tröpfchen und Aerosole werden von Personen beim Atmen, Sprechen oder Husten freigesetzt. Im Vergleich zu den Tröpfchen sind diese Aerosole deutlich kleiner und verbleiben viel länger (Stunden bis Tage) in der Luft. Dadurch können sie sich gleichmässig in Räumen verteilen und zu Ansteckungen führen, obwohl der Sicherheitsabstand von 1.5 Metern eingehalten wurde. Es ist aktuell noch unklar, wie gross der Anteil der Aerosole bei den Ansteckungen ist.

Generell gilt, dass das Risiko einer Übertragung in schlecht gelüfteten Innenräumen wesentlich höher ist als draussen, wo sich Partikel rascher verflüchtigen. In geschlossenen Räumlichkeiten, in denen sich viele Personen aufhalten, wie zum Beispiel Schulzimmer oder Grossraumbüros sollte deshalb verstärkt auf eine gute Raumluftqualität geachtet werden. Mit folgenden Massnahmen kann eine Minimierung des Infektionsrisikos in Betrieben erreicht werden:

  • Die wichtigste Massnahme zur Verhinderung von Ansteckungen ist die Einhaltung der vom BAG kommunizierten Hygienemassnahmen (BAG).
  • Regelmässiges Stoss- und Querlüften reduziert die Konzentration an Aerosolen in der Luft und somit das Infektionsrisiko. Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt zudem, dass Büros nach dem Husten oder Niesen einzelner Personen stossgelüftet werden sollen (Umweltbundesamt).
  • Eine gut gewartete Lüftungsanlage sorgt für eine kontinuierliche Zufuhr von Frischluft und reduziert ebenfalls das Infektionsrisiko. Während der derzeitigen Pandemie sollte ein Umluftbetrieb ausgeschaltet und die Lüftung durchgehend betrieben werden.
  • CO2-Messungen sind ein sinnvoller Indikator für die generelle Bewertung der Raumluftqualität und können aufzeigen, wann eine Lüftung nötig ist. Unter normalen Bedingungen weist eine CO2-Konzentration von weniger als 1'000 ppm (0,1 Vol-%) auf einen hygienisch ausreichenden Luftwechsel hin. In der aktuellen Situation wird ein Lüften von Innenräumen bereits bei Konzentrationen von über 800 ppm empfohlen.
  • In Einzelfällen können mobile Luftreiniger als flankierende Massnahmen zur Verhinderung einer möglichen Ausbreitung von infektiösen Partikeln eingesetzt werden.

Detaillierte Vorschläge zur Sars-CoV-2-Risikoreduktion sind auf folgender Website des schweizerischen Vereins für Luft- und Wasserhygiene (SVLW) zu finden: SVLW

Die Raumluft-Experten der Ecosens AG haben das Wissen und nötige Equipment zur Bestimmung der Raumluftqualität in Ihrem Betrieb. Zudem bieten sie Beratungen zur Verbesserung der Raumluftqualität und optimalen Nutzung von Lüftungsmöglichkeiten an und können somit einen Beitrag zur Reduktion des Infektionsrisikos leisten.

Ihr Ansprechpartner:

Pascal Diefenbacher

Ressortleiter Raumluftqualität