Altlastenrechtliche Untersuchung einer ehemaligen Galvanik in Obfelden (ZH) Sanierungsbedürftiger Standort bezüglich CKW und Chromat

Das Projekt

Ort: Obfelden (ZH)
Kunde: Eigentümerschaft (ANDONO AG)
Phasen: Erg. Technische Untersuchung, Detailuntersuchung, Kostenverteilverfahren, Verkauf des Grundstücks
Dauer: 2016-2021
Bausumme: ca. CHF 150'000.- inkl. Drittkosten

 

Im Zusammenhang mit dem rund 40-jährigen Betrieb einer Galvanik in Obfelden wurde das Areal im Kataster der belasteten Standorte (KbS) eingetragen. In der Galvanik kamen nebst chlorierten Kohlen-wasserstoffen (CKW) auch diverse Schwermetalle (v.a. Chromat) sowie nicht-chlorierte Kühlschmiermittel zum Einsatz. Das Areal wurde bereits in den Jahren 1995 sowie 2010/2011 historisch und technisch untersucht, wobei Belastungen des Erdreichs und der Porenluft nachgewiesen wurden. Aufgrund damals fehlender Kriterien für die Beurteilung von mit CKW belasteten Standorten wurden weitere Untersuchungen vertagt. Die altlastenrechtliche Untersuchung wurde 2016 wieder aufgenommen. Die Ergebnisse ergänzender Untersuchungen ermöglichten die Standort-Abgrenzung sowie die altlastenrechtliche Klassierung. Die Standorte wurden als sanierungsbedürftig bzgl. CKW und Chromat klassiert. Die Klassierung sowie die behördlichen Verfügungen zur Kostenverteilung waren die Grundlagen für die vorgesehene Handänderung, welche 2020/2021 mit Bewilligung des AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) erfolgen konnte.

 

Unsere Leistungen

  • Studium vorhandener Untersuchungen, Evaluation von Kenntnislücken, Ausarbeitung Pflichtenheft für die ergänzende Technische Untersuchung
  • Durchführung ergänzende Technische Untersuchung (Rammkernsondierungen, Kernbohrungen, Grundwasser-Untersuchungen) inkl. Pflichtenheft für die Detailuntersuchung und Monitoring
  • Durchführung Detailuntersuchung (Kernbohrungen, Untersuchung Grundwasser und Oberflächengewässer), GW-Monitoring
  • Technische und juristische Beratung des Kunden über alle Projektphasen u.a. im Hinblick auf den Verkauf, phasenweise Anpassung von Kostenschätzungen

Herausforderungen

  • Grundwasserverhältnisse nicht eindeutig und die Felsoberfläche (stauende Schicht) unregelmässig.
  • Überlagerung von mehreren Schadstoffen mit unterschiedlichen Eigenschaften (CKW, Chromat, div. weitere Schwermetalle, Mineralöle)
  • Platzierung von Bohrungen innerhalb des Standortes war aufwändig, aufgrund der engen Platzverhältnisse, Bodenheizung, Werkleitungen und laufender betrieblichen Tätigkeiten
  • Interpretation und Plausibilisierung der Untersuchungsresultate aufgrund tw. fehlender Informationen zur Historie sowie der unklaren, veränderlichen Verhältnisse des Grundwassers

Projektverantwortliche:

Melanie Vögtli Co-Ressortleiterin Altlasten
MSc ETH Umwelt-Ing.
mvoegtli@ecosens.ch +41 44 839 47 71 Mehr

Thomas Kull Stv. Ressortleiter Altlasten, Senior-Projektleiter Altlasten
Dipl. natw. ETH (Biologie)
Dipl. Ing. Informatik NDS
tkull@ecosens.ch +41 44 839 47 84 Mehr